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Nachsorge

So pflegen Sie Kronen und Veneers

Der häufigste Fehler ist zu wissen, dass eine Krone nicht kariös werden kann, und den Zahn darunter zu vergessen. Genau dort liegt das Risiko.

Keramik wird nicht kariös. Das stimmt — ist aber unvollständig. Ihr eigener Zahn steckt weiterhin unter der Krone, und der Rand, an dem die Krone auf das Zahnfleisch trifft, gehört zu den Stellen, an denen sich Plaque am leichtesten sammelt. Die meisten Probleme an einem überkronten Zahn beginnen an diesem Rand, nicht in der Keramik.

Das Einzige, was sich im Alltag ändert

Ihre Putzroutine bleibt gleich: weiche Bürste, zweimal täglich, zwei Minuten. Was sich ändert, ist die Reinigung der Zahnzwischenräume — und bei Kronen kostet deren Vernachlässigung mehr.

  • Einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürste — besonders entlang der Kronenränder
  • Bei einer Brücke erleichtern Superfloss oder eine Munddusche diesen Bereich erheblich
  • Meiden Sie abrasive „Whitening“-Pasten; mit der Zeit stumpfen sie die Politur der Keramik ab
  • Beginnt das Zahnfleisch zu bluten, halten Sie das nicht für normal — das gehört abgeklärt

Was Sie meiden sollten

Keramik ist hart, aber spröde: Druck verträgt sie gut, plötzliche Stöße schlecht. Ihre Zähne sollten deshalb nicht als Werkzeug dienen. Eis kauen, Nussschalen knacken, Flaschen öffnen oder Faden durchbeißen sind die Gewohnheiten, die zu Rissen führen.

Wenn Sie im Schlaf pressen oder knirschen, zählt eine Aufbissschiene. Die Angewohnheit belastet die Versorgungen die ganze Nacht gleichmäßig und unkontrolliert, und die Schiene verteilt diese Last. Sie ist das Leiseste, was die Lebensdauer einer Krone verkürzt.

Eine vorübergehende Empfindlichkeit gegenüber Heiß und Kalt in den ersten Wochen ist normal und legt sich meist. Empfindlichkeit, die erst Monate später beginnt oder weiter zunimmt, deutet auf etwas anderes hin und sollte ohne Aufschub gemeldet werden.

Kontrolltermine

Wurde die Behandlung im Ausland gemacht, können die routinemäßigen Kontrollen zu Hause stattfinden. Halten Sie Ihre Behandlungsunterlagen, die Angaben zu den verwendeten Materialien und Ihre Röntgenbilder bereit — Ihr eigener Zahnarzt kann damit arbeiten.

Eine professionelle Reinigung alle sechs Monate ist der einzige Weg, den verhärteten Belag zu entfernen, der sich an Kronenrändern bildet und mit der Bürste nicht abgeht. Die genannten zehn bis fünfzehn Jahre Lebensdauer gelten für Patienten, die das durchhalten.

Die richtige Bürste und die richtige Paste

Eine harte Bürste reinigt nicht besser; sie drängt nur das Zahnfleisch zurück. In einem versorgten Mund kostet das mehr, denn zurückweichendes Zahnfleisch legt den Rand frei und macht ihn zu einer sichtbaren Linie. Eine weiche Bürste genügt.

Elektrische Bürsten, besonders Modelle mit Andruckwarnung, liefern den meisten Menschen gleichmäßigere Ergebnisse als das Putzen von Hand — denn das eigentliche Problem ist, Zeit und Druck zu kontrollieren.

Bei der Zahnpasta zählt die Abrasivität. Die meisten als „Whitening“ bezeichneten Pasten wirken durch Abrieb, nicht chemisch. Keramik hellt ohnehin nicht auf; diese Pasten stumpfen mit der Zeit lediglich die Oberflächenglasur ab.

Wann Sie zum Zahnarzt sollten

Manche Anzeichen sollten nicht warten. Die meisten Probleme an einer Versorgung lassen sich früh erkannt einfach lösen; bleiben sie unbeachtet, gerät auch der Zahn darunter in Gefahr.

  • Bewegung in der Versorgung oder ein verändertes Gefühl beim Zubeißen
  • Zahnseide, die am Rand hängen bleibt — der Rand könnte beschädigt sein
  • Dunkelfärbung am Rand oder das Auftauchen einer grauen Linie
  • Empfindlichkeit, die erst Monate später beginnt oder weiter zunimmt
  • Rötung, Schwellung oder Bluten des Zahnfleischs, das nicht abklingt
  • Ein sichtbarer Riss oder Absplitterung in der Keramik

Wurde Ihre Behandlung im Ausland gemacht, fotografieren Sie alles Auffällige und senden Sie es zuerst Ihrem Koordinator. Die meisten Situationen lassen sich aus der Ferne beurteilen und steuern — Sie müssen nicht für jede Frage reisen.

Die Aufbissschiene: der am häufigsten ignorierte Rat

Nächtliches Pressen bemerken die meisten Menschen nicht. Hinweise sind ein müder Kiefer am Morgen, Kopfschmerzen um die Schläfen oder ein verspannter Kiefer beim Aufwachen. Hört ein Partner das Knirschen, ist das das deutlichste Zeichen überhaupt.

Die Angewohnheit belastet Versorgungen die ganze Nacht — weit stärker und unkontrollierter als das Kauen. Ein guter Teil gebrochener Versorgungen geht darauf zurück: kein Unfall, sondern angesammelte Ermüdung.

Eine Aufbissschiene ist günstig, einfach und vollständig umkehrbar. Sie ist der kostengünstigste Weg, neue Versorgungen zu schützen — wenn Ihr Zahnarzt eine vorschlägt, nehmen Sie das ernst.

Kann ein überkronter Zahn trotzdem kariös werden?

Die Keramik kann nicht kariös werden, der natürliche Zahn darunter schon. Karies beginnt typischerweise am Rand, wo die Versorgung auf das Zahnfleisch trifft. Deshalb zählt die Reinigung der Zahnzwischenräume in einem versorgten Mund umso mehr — eine Bürste kommt dort nicht hin.

Was tue ich, wenn sich eine Versorgung löst?

Bewahren Sie das Teil auf, statt es wegzuwerfen — in vielen Fällen lässt es sich wieder befestigen. Versuchen Sie nicht, es selbst mit Haushaltsklebern zu reparieren. Der freiliegende Zahn kann empfindlich sein: Meiden Sie das Kauen auf dieser Seite und suchen Sie so bald wie möglich einen Zahnarzt auf.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Welche Behandlung für Sie richtig ist, kann nur ein Zahnarzt nach Untersuchung und Bildgebung feststellen.

In diesem Beitrag erwähnte Behandlungen