In der klinischen Fachsprache gibt es keinen Eingriff namens „Hollywood Smile“. Es ist eine Marketingbeschreibung für ein Ergebnis: eine obere Zahnreihe, die gleichmäßig, harmonisch und auffallend hell ist. Wie man zu diesem Ergebnis kommt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Das zu wissen ist nützlich, denn zwei Angebote mit demselben Namen können völlig unterschiedliche Arbeit umfassen — und der Preisunterschied kann beträchtlich sein.
Woraus es besteht
- E-max-Veneers — eine dünne Keramikschicht auf der sichtbaren Fläche der Frontzähne
- Zirkonkronen — vollständige Überkronung für geschwächte oder belastete Zähne
- Composite-Bonding — kleine Formkorrekturen mit Füllungsmaterial
Die meisten Pläne setzen zwei oder drei davon zusammen ein. Welcher Zahn was bekommt, entscheidet der Zustand dieses Zahns; bei allen dasselbe zu tun wäre einfacher, aber nicht richtig.
Wie lange dauert es?
Die Behandlung verteilt sich auf vier Tage, geplant sind fünf Übernachtungen, damit nichts unter Zeitdruck steht. Die tatsächlich in der Klinik verbrachte Zeit ist kürzer als erwartet: Die Hauptsitzung dauert etwa zwei Stunden und erfolgt unter örtlicher Betäubung.
Die Tage dazwischen sind nicht ungenutzt: Das Labor fertigt Ihre Versorgungen, während Sie sich ausruhen. Erwarten Sie also keine vier aufeinanderfolgenden Tage im Behandlungsstuhl.
Was es nicht verspricht
Ein ästhetisches Ergebnis behebt nicht, was darunter liegt. Eine Zahnfleischerkrankung, Karies oder ein Wurzelproblem muss zuerst behandelt werden; sie zu überdecken verbirgt das Problem, statt es zu beseitigen. Ein guter Zahnarzt dreht diese Reihenfolge nicht um.
Zweitens: Es ist weitgehend unumkehrbar. Das Beschleifen eines Zahns für Krone oder Veneer entfernt Substanz, und diese wächst nicht nach. Wo es nur um die Farbe geht und die Zähne gesund sind, sollten zuerst weniger invasive Möglichkeiten wie eine Aufhellung erwogen werden.
Die Zahl der einbezogenen Zähne ist keine feste Größe. Sie hängt davon ab, wie viele beim Lächeln sichtbar sind und in welchem Zustand sie sind — verlangen Sie deshalb, dass diese Zahl ausdrücklich in Ihrem Angebot steht.
Wird es künstlich aussehen?
Das kann es — aber das liegt an der gewählten Farbe und Form, nicht am Material. Verlangen Sie einen extrem hellen Ton und perfekte Symmetrie, wirkt das Ergebnis künstlich. Ein Entwurf, der zu Ihren Gesichtszügen passt und leichte Asymmetrien beibehält, liest sich weit natürlicher. Besprechen Sie diese Vorlieben, bevor die Arbeit beginnt.
Die Farbwahl: der häufigste Fehler
Den hellsten Ton der Farbskala zu wählen ist eine leichte Entscheidung — und die, die am häufigsten bereut wird. Ein Ton, der auf einem Bildschirm oder Foto gut aussieht, wirkt im Alltag anders, neben Ihrer Haut- und Lippenfarbe.
Patienten, die ein natürliches Ergebnis wollen, werden meist zu Tönen geführt, die nicht heller sind als das Weiß ihrer Augen. Das verhindert nicht, dass die Zähne auffallen; es verhindert, dass sie „gemacht“ aussehen.
Noch ein Detail: Bei natürlichen Zähnen sind die Schneidekanten lichtdurchlässiger als der Bereich am Zahnfleisch, mit einem leichten Blaustich. Ein einheitliches, flaches Weiß löscht diesen Verlauf — und was das Auge als „künstlich“ liest, ist meist der fehlende Verlauf, nicht die Helligkeit.
Wie viele Zähne sind beteiligt?
Entscheidend ist, wie viele Zähne beim Lächeln sichtbar sind. Bei manchen sind das sechs, bei anderen bis zu zwölf. Damit der Entwurf überzeugt, darf keine sichtbare Grenze zwischen behandelten und unbehandelten Zähnen bleiben.
Seien Sie deshalb vorsichtig bei Standardpaketen wie „acht Zähne“. Zeigen sich beim Lächeln zehn, lässt ein Acht-Zahn-Plan zwei außen vor — und genau diese beiden verraten das Ergebnis.
Die Unterkieferzähne bleiben in den meisten Plänen außen vor, weil sie beim Sprechen und Lächeln weniger sichtbar sind. Sind Ihre jedoch deutlich zu sehen, sprechen Sie es von Anfang an an.
Was sich danach ändert
Ein leichtes Fremdheitsgefühl beim Sprechen ist in den ersten Tagen normal; die Zunge braucht einige Tage, um sich an die neuen Oberflächen zu gewöhnen. Manche Patienten bemerken vorübergehend einen Unterschied bei den S-Lauten, der sich von selbst gibt.
Die Pflegeroutine ändert sich nicht, gewinnt aber an Bedeutung: zweimal täglich putzen und täglich die Zahnzwischenräume reinigen. Versorgungen werden nicht kariös, doch der Zahn darunter und der Rand am Zahnfleisch brauchen Aufmerksamkeit — und genau das bestimmt, wie lange das Ergebnis hält.
Wenn Sie pressen oder knirschen, werden Sie gebeten, eine Aufbissschiene zu tragen. Keramik verträgt Druck gut, aber keine unkontrollierte Belastung über die ganze Nacht.
Können die Versorgungen später entfernt werden?
Eine Versorgung lässt sich abnehmen, doch der Zahn darunter bleibt beschliffen — die entfernte Substanz kommt nicht zurück. Eine Versorgung zu ersetzen ist also möglich; in den Zustand davor zurückzukehren nicht. Das sollten Sie bei Ihrer Entscheidung wissen.
Brauche ich zuerst eine Zahnspange?
Bei ausgeprägtem Engstand kann das sein. Zähne mit Versorgungen „gerade aussehen“ zu lassen ist möglich, kostet aber mehr Zahnsubstanz. Ein paar Monate mit Alignern oder einer Spange können auf Dauer der weit schonendere Weg sein. Spricht Ihr Zahnarzt diese Möglichkeit nicht an, fragen Sie danach.